Essen in Peru - warum es so gut und vielseitig ist

 

Peru hat in der Tat eine der aussergewöhnlichsten Küchen auf diesem Planeten. Es ist kein Zufall, dass Machu Picchu in den Anden Perus errichtet wurde und sich heute in Lima auf kleinstem Raum mehrere der weltweit besten Restaurants befinden.

 

«Wenn Sie gerne gut essen, dann reisen Sie nach Peru.»

 

Liebe geht durch den Magen – Markus Mathys hat über zehn Jahre in Peru gelebt und als Reiseleiter und -veranstalter gearbeitet. Zudem ist er mit der Peruanerin Rosa, die sehr gerne und sehr gut kocht, seit über 15 Jahren verheiratet. Lesen Sie hier, warum aus seiner, wenn auch nicht ganz neutralen Sicht, das peruanische Essen zum weltweit besten und vielfältigsten gehört.

 


Marktbesuch in Lima / Peru - Foto Markus Mathys

 

Geografische Lage

Der wohl entscheidende Punkt, warum man in Peru so gutes und vielfältiges Essen vorfindet, ist seine geografische Lage. Im Norden grenzt Peru an den Äquator, von dort erstreckt sich das südamerikanische Land über 2000 km Luftlinie entlang der Anden nach Süden. Wer von Westen nach Osten durch Peru reist, der startet am Pazifik, durchquert die staubtrockene Küstenwüste, überquert die bis 6000 m hohen Anden, um am Schluss seine Reise im scheinbar endlosen tropischen Tiefland des Amazonas zu beenden.

Es gibt weltweit kein anderes Land unweit des Äquators, das mit so unterschiedlichen Klimata ausgestattet ist wie Peru. Wo sonst gibt es bis weit über 4000 m. ü. M. Wälder und Kartoffelfelder? Nur dort, wo hervorragende äussere Bedingungen für Landwirtschaft vorherrschen, können gute Lebensmittel für aussergewöhnliches Essen angebaut werden.

 

«Wer von früh bis spät schwerste Steinbrocken von Tal zu Berge trägt, der braucht ausreichend gutes und gesundes Essen.»

 

Es ist kein Zufall, dass die Inkas und die vielen Kulturen davor in den Anden und auf dem Altiplano Perus und Boliviens eine so markante Geschichte mit immensen Bauwerken hinterlassen haben. Schon früh bemerkte man, wie gut sich Landwirtschaft in den verschiedenen Klimata Perus betreiben lässt. Ohne diese Voraussetzung würde es Machu Picchu heute so nicht geben. Denn eines ist sicher: Wer von früh bis spät schwerste Steinbrocken von Tal zu Berge trägt, der braucht ausreichend gutes und gesundes Essen.

 

Essen in Peru - Machu Picchu
Steinmauern in Machu Picchu - Foto Markus Mathys

 

1. Der Pazifik

Die Gewässer vor der peruanischen Küste zählen zu den fischreichsten der Welt. Grund dafür ist der Humboldtstrom, dieser fördert kaltes Wasser aus der Antarktis entlang der Küste nach Norden. Dieses Wasser ist enorm reich an Plankton, zusammen mit der starken Sonneneinstrahlung kurz vor dem Äquator ergibt sich vor der Küste Perus eine regelrechte Explosion von Leben unter der Wasseroberfläche. Ein Beweis für den gewaltigen Reichtum unter Wasser sind die Millionen von Seevögeln, die entlang der Küste und auf den vorgelagerten Inseln, zum Beispiel auf den Ballestas-Inseln, leben.

Tipp von Markus Mathys: Wenn Sie auf Ihrer Reise an der Küste sind, dann müssen Sie Fisch und Meeresfrüchte probieren und, wenn möglich, einen Ausflug zu den eben angesprochenen Ballestas-Inseln unternehmen. Sie werden an keinem anderen Ort der Welt so viele Vögel auf so kleinem Raum sehen wie hier vor der peruanischen Küste.

 


Ballestas-Inseln in Peru - Foto Markus Mathys

 

2. Die Küstenwüste

Im Vergleich zum immensen Reichtum im Pazifik ist es an der Küste, dort, wo kein Wasser hinkommt, staubtrocken – ein Kontrast, der nicht grösser sein könnte. Im Gegensatz zur weiter südlich gelegenen Atacama-Wüste gibt es in Peru Flüsse, die Wasser von den Anden in die Wüste führen. So können in der Küstenwüste Perus viele Millionen Menschen leben, obwohl es nie regnet.

Dort, wo das Wasser aus den Anden die Wüste erreicht, ist diese enorm fruchtbar. So wachsen hier Spargel, der weltweit exportiert wird, und Weintrauben, aus denen der berühmte peruanische Traubenschnaps Pisco destilliert wird. Darüber hinaus gibt es Avocado-Plantagen, Zuckerrohr und viel Gemüse, das von der Grösse her bei Reisenden aus der Schweiz, Deutschland und Österreich immer wieder für Staunen sorgt.

 

3. Hochtäler der Anden und Altiplano

Verlassen Sie auf Ihrer Reise durch Peru die Küstenwüste und fahren Sie hoch in die Anden, dort werden Sie ein weiteres Mal auf neue Früchte, Gemüsesorten und Kräuter treffen, die hier angebaut werden. Wie schon angesprochen, liegt Peru nicht weit entfernt vom Äquator, daher herrscht in vielen Tälern auch in Lagen über 2000 m. ü. M. ein tropisches oder subtropisches Klima. Selbst der auf 3822 m. ü. M. gelegene Titicacasee gilt als tropischer See. Durch diese einmalige Lage nahe dem Äquator sind die Täler bis auf über 4000 m. ü. M. fruchtbar. Man geht davon aus, dass es hier über 3000 verschiedene Kartoffelsorten gibt.

Ebenfalls sehr beeindruckend ist der peruanische Mais, der «Choclo peruano»; dieser wächst auf den verschiedenen Inseln im Titicacasee bis auf Höhen von fast 4000 m. ü. M. In den Hochtälern wird der Mais bis auf Höhen von ca. 3500 m. ü. M. kultiviert. Aus Sicht von Markus Mathys ist es daher kein Zufall, dass die Inkas und die Völker davor Machu Picchu und Cusco genau dort errichtet haben.

 

Essen Peru - Mais Choclo Peruano
Choclo Peruano, der Mais aus den Anden Perus - Foto Markus Mathys

 

Die Inkas waren nicht nur bedeutende Architekten, sondern erwiesen sich auch in der Landwirtschaft als sehr fortschrittlich und besaßen diesbezüglich ein grosses Wissen. Denn um solch gewaltige Bauwerke wie in Machu Picchu zu errichten, bedurfte es vieler und guter Lebensmittel.

Erinnern wir uns daher an die Gründungsgeschichte der Inkas. Der erste Inka, Manco Cápac, hatte der Sage nach den Auftrag erhalten, zu wandern und das Inka-Reich dort zu gründen, wo sein Stock, der ihm mit auf die Reise gegeben wurde, auf fruchtbare Erde trifft. Diesen Ort, wo laut der Sage genau das geschah, nennen wir heute Cusco: der «Nabel oder Mittelpunkt der Welt».

 

4. Das Amazonastiefland

Die vierte Region Perus befindet sich östlich der Anden im Tiefland des Amazonas. Hier finden wir mit Iquitos nicht nur die grösste Stadt der Welt, die nicht auf dem Landweg erreichbar ist, sondern auch eine Region, die eine der grössten Biodiversitäten weltweit aufweist. Was hier alles wächst, läuft, schwimmt und kriecht, kann man in einem Leben gar nicht alles kennenlernen.

Nur als kleines Beispiel: Es gibt Früchte wie die Camu-Camu, die 40-mal mehr Vitamin C enthält als Orangen. Oder etwas, das man in der Schweiz, Deutschland und Österreich sehr gut kennt: Bananen. Diese wachsen hier in allen Grössen und Farben. Wer auf einer Wanderung durch den Wald des Amazonastieflands einmal eine Banane oder eine andere reife Frucht direkt von einem Baum oder einer Staude verkostet hat, der wird sich an den überwältigenden Geschmack dieser Früchte – frisch und reif aus dem Wald – ein Leben lang erinnern.

Peru Amazonas - Essen und Reisen
Unterwegs auf dem Amazonas bei Iquitos in Peru - Foto zVg. von Delfin Amazonas Cruise

 

So ist eine Reise durch Peru immer auch ein kulinarisches Erlebnis. Welche Speisen und Gerichte Sie auf solch einer Erlebnisreise probieren sollten, hat Ihnen Markus Mathys hier unter diesem Link zusammengetragen:

 

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Lama oder Alpaka?

Lama aus Peru - Peru Reisen - Langenthal Schweiz

Hallo, wir sind Lamas aus Perú ...

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... und wir sind Alpakas aus Perú.

Alpakas aus Peru - Peru Reisen - Langenthal Schweiz

 

Zusammen würden wir uns freuen, wenn Sie uns besuchen kommen in den Anden. Fragen Sie dafür doch einfach unseren Freund Markus Mathys, er kennt sich bestens aus mit Reisen zu uns.

 

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